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Entdeckerzone

Zu Wasser, zu Schiene und mit dem Zweirad – auf nach Tutzing!

Draußen scheint die Sonne, und wir sind top motiviert, einfach mal eine neue Ecke in und um München zu erkunden ... Na dann rauf aufs Fahrrad und schnell zur nächsten S-Bahn Station! Tickets kaufen für uns und unser Zweirad und dann kann es losgehen – unser Radlausflug nach Tutzing. Da es aus der Innenstadt schon ein gutes Stück Weg bis zum Ziel ist, ist es gut, dass uns die S-Bahn bringt und wir nicht erst mit dem Rad bis nach Tutzing fahren müssen. So steigen wir einfach am Mittag ein und fahren gemütlich Richtung Starnberger See. Macht euch bereit für einen Tag voll leckerer Schmankerl und malerischer Panorama-Ausblicke. Wir nehmen euch zur Inspiration mit auf diesen fabelhaften Ausflug, den wir neulich gemacht haben.

Perfekter Panoramablick am Seeufer

Entspannt und mit Seeblick in den Nachmittag starten

Wir radeln erstmal direkt zur Hackerbrücke, unserem Startpunkt an diesem Tag. Eine S4 nach Geltendorf und die S2 nach Altomünster lassen wir passieren und dann kommt unsere S-Bahn, die S6 nach Tutzing. Wir steigen ganz hinten in den Mehrzweckbereich ein, denn da ist Platz für unser Rad. Die besten Einstiege für Fahrradfahrer:innen könnt ihr ganz einfach an den Fahrradsymbolen außen an der S-Bahn erkennen. Das Fahrrad sicher abgestellt, heißt es jetzt entspannen. Wir machen es uns gemütlich und genießen erstmal den Ausblick. Nach dem Pasinger Bahnhof kommt so langsam Abenteuerlust auf, wir verlassen München und gehen auf Entdeckungsreise nahe des Starnberger Sees.

Die Kustermannvilla liegt etwas versteckt im Park

Von der S-Bahn aufs Schiff

In Starnberg kriegen wir schon mal den ersten Vorgeschmack auf unseren Ausflug. Aus der Bahn sehen wir, wie sich die Sonne im kühlen Nass des Starnberger Sees spiegelt und Tourist:innen, die mit einem Eis entlang der Seepromenade flanieren. Wir können es gar nicht mehr erwarten, gleich selbst die Seeluft zu genießen. Vorbei an Possenhofen und Feldafing, dann haben wir es endlich geschafft: „Nächster Halt Tutzing. Dieser Zug endet dort, bitte alle aussteigen.“ Also schnell raus aus der Bahn und rauf aufs Rad. Mit Fahrtwind im Haar geht es angenehm und flott bergab in Richtung See, genauer gesagt in Richtung Kustermannpark.

 

Zuhause auf dem Starnberger See: die Tutzing

Zu Besuch bei einer alten Dame

Hier wartet ein echtes Highlight auf uns. Zunächst wirkt alles wie ein klassischer Park, viel Grün, ein kleiner Spielplatz, Sitzbänke mit perfekter Aussicht auf den See und dann ganz am Ende des Parks, wo man eigentlich gar nicht mehr damit rechnet, liegt an einem Holzsteg das Museumsschiff „Die Tutzing“. Sie strahlt uns in weiß-rot entgegen und man könnte meinen sie fährt noch immer stolz über den Starnberger See. Tatsächlich haben wir es hier mit einer alten Dame zu tun, die bereits seit dem 3. September 1937 auf dem See Zuhause ist. Mehrere Millionen Kilometer ist „Die Tutzing“ bis 1995 mit Touristen über den See gefahren, bis sie dann aufwendig renoviert wurde und nun als beliebtes Ausflugsziel am Ufer Tutzings zu finden ist.

Postkartenidylle: Kann es noch schöner werden?

Ein Bistro der besonderen Art

„Die Tutzing“ ist jetzt ein Café und Bistro und man kann sie für Hochzeiten oder andere Veranstaltungen mieten. Auf drei großen Außendecks kann man hier heute die Sonne und den perfekten Ausblick auf den See und die Berge genießen. Kulinarisch kommen wir natürlich auch auf unsere Kosten: es gibt leckere Aperitifs, Bistro-Snacks oder ganz klassisch Kaffee und Kuchen. Bevor wir unsere Fahrradtour fortsetzen, lassen wir es uns also noch mal richtig gut gehen, schlemmen uns durch die Karte, und können uns kaum sattsehen an dem Bilderbuch-Panorama.

So mögen wir das: Natur soweit das Auge reicht!

Fleißig strampeln für den besten Bergblick

Frisch gestärkt kommt dann der wahrscheinlich anstrengendste Streckenabschnitt unserer Radtour, denn wir wollen hoch hinaus. Unser Ziel: die Ilkahöhe. Hier soll man angeblich den schönsten Bergblick des Fünfseenlands haben. Na, davon überzeugen wir uns doch direkt mal persönlich. Für eine gute Aussicht muss man sich manchmal auch ein bisschen quälen und so radeln wir ortsauswärts immer schön bergauf den Schildern in Richtung Monatshausen folgend. Hinter Tutzing führt der Weg irgendwann in einen Wald hinein, bei warmen Temperaturen und Sonnenschein kommt das sehr gelegen. Jetzt sind es nur noch ein paar Kurven bergauf und dann haben wir es endlich geschafft. Der Wald lichtet sich und vor uns sehen wir ... zunächst nur eine Weide und einen kleinen Weg oberhalb der Wiese, alles wirkt erst mal sehr unspektakulär. Doch ist man erst mal auf dem kleinen Weg, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Berge soweit das Auge reicht und als wäre das nicht genug, strahlt uns auch noch das Blau des Starnberger Sees entgegen und der Schweiß und die Anstrengung des Anstiegs sind direkt vergessen.

Nur eines der Highlights: die St. Peter und Paul Kirche

Schön, schöner, Hofmarkschloss

Wir genießen die Aussicht und treten danach wieder den Rückweg an. Der, wer hätte es gedacht, viel angenehmer ist als der Hinweg, denn jetzt geht es nur bergab. Wir lassen das Radl einfach laufen und genießen den Fahrtwind einmal mehr. In nur zehn Minuten sind wir wieder in Tutzing und radeln dann entlang des Seeufers in Richtung Norden. Wir kommen an einem schönen Badeplatz nach dem anderen vorbei, ein kleiner Pavillon hier, ein schickes Bootshaus da, eine idyllische Kirche direkt am Wasser, noch mehr schöne Badeplätze und dann passieren wir das Tutzinger Schloss. Hier wollten wir eigentlich mal reinschauen, besonders auf den im 19. Jahrhundert angelegten Garten haben wir uns schon sehr gefreut, doch leider bleiben uns die Tore heute verschlossen und wir können das Hofmarkschloss nur von außen bewundern (wer einen Besuch plant, bitte vorher immer die aktuellen Regelungen checken). Trotzdem, welch ein Anblick!

Und zum Schluss: einfach mal die Aussicht genießen!

Zum Schluss nur noch Schwimmen und Schlemmen

Wenn es allerdings so viele schöne Dinge an einem Ort zu entdecken gibt, kann man das leicht verkraften. Wir schwingen uns also wieder auf die Räder und strampeln in Richtung Nordbad. Hier folgt nun endlich die Belohnung für das harte Sportprogramm heute. Wir packen die Badesachen aus und dann geht es ab ins Wasser – Die perfekte Abkühlung inklusive Bergblick nach einem perfekten Ausflug. Frisch abgekühlt sitzen wir dann nur noch mit einem alkoholfreien Spritz in der Hand auf der Terrasse des Nordbads und schauen der Sonne zu, wie sie langsam hinterm Horizont verschwindet, bevor wir dann wieder in die S-Bahn steigen und mit einem breiten Lächeln auf den Lippen zurück nach München fahren.