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Entdeckerzone

Mit der S-Bahn ins Naturglück – Fünf Spaziergänge in und um München

In den letzten Monaten sind wir zu wahren Spaziergang-Profis geworden. Dank Corona und dem Lagerkoller in den eigenen vier Wänden ist uns der gediegene Spaziergang richtig ans Herz gewachsen. Nur so langsam haben wir wirklich jeden Winkel in unseren innerstädtischen Lieblingsvierteln entdeckt – Zeit also, die Fühler nach neuen Spots auszustrecken! Es geht ab in die Natur. Weg vom Alltag, einfach nur raus. Wir haben für euch die fünf schönsten Spots zum Spazieren, Wandern und Kopf frei bekommen rausgesucht. Lust auf kleine Biotope, tolle Aussichten, erfrischende Seen und klare Luft? Dann einsteigen bitte, und ab ins Naturglück!

Für die Naturfreaks: Perlacher Forst

Östlich der Isar, gleich hinter Harlaching beginnend, ziehen sich seine Wege kilometerlang bis weit hinter Grünwald: Willkommen im Perlacher Forst! Mit unserer S3 erreicht ihr über die Haltestellte Fasanenpark das etwa 13 Quadratkilometer große Waldgebiet. Es eignet sich nicht nur perfekt für den Raus-aus-der-Stadt-Spaziergang – Es hält auch die ein oder andere Überraschung für neugierige Naturfans bereit. Zum Beispiel den Perlacher Mugl, einen Aussichtsberg, der bis über die Baumwipfel ragt und bei gutem Wetter einen Blick auf die Alpen ermöglicht, oder versteckte Biotope – das Zuhause vieler Frösche, Kröten und Ringelnattern. Auch der 1969 erbaute Hirschbrunnen ist ein beliebtes Ziel: Die kleine Wiese und die Bänke drumherum laden zu einer entspannten Spazierpause ein.

Der sagenumwobene Teufelsgraben in Holzkirchen

Die Endstation der S3 birgt wunderschöne Ecken, um die Natur zu genießen. Denn von dort aus sind es keine zwei Kilometer zum Teufelsgraben. Bei dem Namen läuft uns direkt ein kleiner Schauer über den Rücken, die Geschichtsprofis unter euch können sich gerne mal in die Sage über den Teufelsgraben einlesen. Doch so gefährlich der Name im ersten Moment klingen mag, umso schöner ist es dort. Wiesen, Sträucher und Bäume – Natur soweit das Auge reicht. In kaum zwei Stunden seid ihr am wunderschönen Hackensee, der sich perfekt für eine kleine Abkühlung zwischendurch sowie zum Seele baumeln lassen anbietet. Der Teufelsgraben verbindet verschiedene Gemeinden, je nachdem also wie fit ihr seid, könnt ihr im Anschluss an das geheimnisumwobene Naturerlebnis einfach direkt zum nächsten Ort spazieren.

Von Ismaning die Isar entlang bis in die City

Am rechten Isarufer im Norden finden wir die hübsche Gemeinde Ismaning. Mit der S8 flitzen wir schnell an dieses hübsche Fleckchen Erde und starten unsere Tour in die Innenstadt, genauer gesagt ins Herz unserer heißgeliebten Stadt, an den Marienplatz. Wenn ihr direkt zu Beginn eine kleine Erfrischung braucht, könnt ihr erst einmal in den Eisweiher springen, bevor wir unseren großen Spaziergang starten. Auf unserem Weg zurück in die City gibt es viel zu entdecken! Wildgänse, Kapellen, den Ausblick auf die Frauenkirche vom Unterföhringer Schuttberg aus, den Poschinger Weiher (Kündigt sich hier die zweite Abkühlung an?) und zu guter Letzt spazieren wir noch durch den Englischen Garten. Diese hübsche Strecke holt euch ganze vier Stunden aus eurem Lagerkoller. Immer an eurer Seite: die Isar.

Biber an der Amper und ein imposantes Kloster in Fürstenfeldbruck

Mit unserer S4 fahren wir nach Fürstenfeldbruck. Dort staunen wir nicht schlecht, als wir das imposante Kloster erkunden. Bevor wir starten, genießen wir schon mal feine, kulinarische Schmankerl im Klosterstüberl und die Flora und Fauna im hübsch angelegten Klostergarten. Gleich neben der Klosteranlage entdecken wir die Amper und wandern den Fluss entlang, bis ins idyllische Örtchen Schöngeising. Auf dem Weg halten wir immer wieder Ausschau, ob wir eine der zwölf Biberfamilien entdecken, die sich hier niedergelassen haben. Ihre Spuren sind unübersehbar. Der 11 Kilometer lange Rundweg vom Kloster durch Wälder, über Wiesen und Felder nach Schöngeising und zurück, ist die ideale Harmonie aus Kultur und Natur. Das alte Gehöft – der Zellhof – auf dem Weg ist übrigens auch sehenswert. Am Ende des Rundwegs können wir nicht am Biergarten im Innenhof des Klosters vorbeigehen, ohne uns ein kühlen Helles zur Belohnung zu gönnen. Halleluja, ist des schee!

Paradiesische Touren durch Pullach im Isartal

Pullach wird nicht grundlos auch das “Wandertouren-Paradies” genannt. Ausgiebige Spaziergänge lohnen sich hier allemal, denn es gibt viel zu entdecken! Einfach in die S7 steigen, in Pullach aussteigen und den Entdeckermodus einschalten. Geschichtsinteressierte machen eine kleine Tour zur Kriegergedächtnisstätte oder zur Mariensäule. Für die begeisterten Naturfreaks dürfte der Anblick der artenreichen Feuchtbiotope spannend sein. Entlang des Hochufers führt ein schöner Weg, der sich übrigens auch gut radeln lässt, von der Großhesseloher Brücke bis an die Grenze zu Buchhain. Auf der gesamten Route habt ihr einen tollen Blick auf das Isartal und bei klarer Sicht sogar auf die Zugspitze. Falls es noch etwas Kultur sein darf, könnt ihr einen Abstecher zur Burg Schwaneck starten, die heute zwar als Jugendherberge genutzt wird, jedoch einen tollen Anblick darstellt. Mittelalter-Feeling inklusive.